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WZ-Telefonaktion: Fachärzte betonen Wichtigkeit der Schlafhygiene

von Jerome Zackell

Dr. Wilfried Römer, Charlotte Kleen, Oberarzt Dr. Ulrich Peters, Dr. Manfred Hermanns und Dr. Christoph Greven (von links) waren die Experten am WZ-Telefon.

Krefeld. “Schlafstörungen” war das Thema unserer Telefonaktion am Mittwochabend.
Fünf Mediziner, allesamt Experten für den gesunden Schlaf, beantworteten die Fragen unserer Leser.Die Telefone wollten von 17 bis 19 Uhr nicht still stehen.
Die Ärzte nahmen sich viel Zeit für die individuelle Beratung und konnten viele hilfreiche Ratschläge für einen erholsamen Schlaf geben.

So erfuhren die Krefelder Anrufer, wie wichtig zum Beispiel die Schlafhygiene ist.
“Schlafhygiene bedeutet unter anderem, dass der Schlafplatz nur zum Schlafen und für die Liebe genutzt werden sollte, keinesfalls zum Essen oder Fernsehen”, darauf verweist Ulrich Peters.

“Können Schlafmittel süchtig machen?”, fragte ein Anrufer und konnte beruhigt werden.
Das vom Hausarzt verordnete Präparat kann bedenkenlos auch mehrmals in der Woche eingenommen werden, ohne schädliche Folgen zu haben.

Neben solchen konkreten Hilfestellungen, gab es aber auch Fragen allgemeiner Art.
So fragte eine Krefelderin etwa, nachdem sie ihre mit Schnarchen verbundene Schlafstörung erörtert hatte: “Ist Hilfe möglich?” Bei Fragen dieser Art konnten sich die Mediziner ideal ergänzen. HNO-Arzt Christoph Greven erklärte die Methode der Somnoskopie.
In einer Kurznarkose wird der Rachenbereich des Patienten endoskopisch untersucht, um so die genaue Ursache für das Schnarchen und damit auch einen geeigneten Therapieansatz zu finden.
Wilfried Römer und Manfred Hermanns hingegen zeigten die Möglichkeiten eines Schlaflabors auf.
Da es annähernd 100 verschiedene Arten von Schlafstörungen geben kann, ist eine genaue Aufzeichnung des Schlafens in vielen Fällen ratsam.

Assistenzärztin Charlotte Kleen konnte den Anrufern erklären, dass auch Wechseljahresbeschwerden, Rückenschmerzen oder allgemeine Nervosität zu Schlafstörungen führen können. In diesem Fall müssten also zunächst die grundlegende Erkrankung behandelt werden.

Auch bei festgestellten Atemstillständen im Schlaf gibt es Hilfe: “Hilfe bei verschlossenen Atemwegen, die nächtliche Atemaussetzer verursachen, versprechen so genannte C-PAP-Masken (Überdruckmasken), von denen es mittlerweile über 30 verschiedene Modelle gibt, die individuell angepasst werden können, sowie Protrusionsschienen, die den Unterkiefer in der Nacht nach vorne ziehen und so den Rachenbereich öffnen”, erklärte Hermanns.
Oft sahen die Mediziner auch weiteren Klärungsbedarf und baten die Anrufer sich einen Termin geben zu lassen.

Die Telefonaktion, da sind sich die Beteiligten einig, hat gezeigt, dass Schlafstörungen auch in Krefeld kein Problem von wenigen oder nur bestimmten Menschen ist.Es kann Jung und Alt treffen und plötzlich auftreten. Schlafstörungen sind in jedem Fall ernst zu nehmen.